Warum Fett nicht der Feind ist…

Warum Fett nicht der Feind ist…

Immer wieder liest man im Internet und in diversen Fitness-Zeitschriften, dass Fett fett macht. Warum das nicht stimmt, will ich euch in meinem allerersten Ernährungs-Blog erklären!

Wofür ist Fett gut?

Ohne Fett könnte der Mensch nicht überleben, da es für lebenswichtige Funktionen im Körper verantwortlich ist, zu denen gehören:

  • Ohne Fett ist eine Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A,E,D, K) nicht möglich
  • Fett wird für viele Stoffwechselvorgänge benötigt
  • Fettgewebe produziert Hormone
  • Fett wird zum Aufbau von Zellen (und zwar allen, nicht nur Fettzellen) benötigt
  • essenzielle Fettsäuren
  • außerdem ist Fett Energie- und Geschmacksträger

Essenzielle Fettsäuren?

Fette bestehen unter anderem aus Fettsäuren. Dabei unterscheidet man zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der chemischen Bindung des Fettsäure-Moleküls. Ungesättigte Fettsäuren beinhalten im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren Doppelbindungen.
Der menschliche Körper ist nicht in der Lage einige ungesättigte Fettsäuren im Körper herzustellen da ihm dafür ein Enzym fehlt. Diese Fettsäuren werden allerdings zwingend gebraucht um unter anderem Zellmembranen aufzubauen. Die Fettsäuren die der Körper nicht selbst herstellen kann nennt man essentiell. Das heißt sie müssen durch die Nahrung aufgenommen werden.

Für den Menschen sind die essenziellen Fettsäuren Linolsäure (omega-6) und alpha-Linolensäure (omega-3)

Wie du siehst braucht der Körper also Fett und kann ohne die Zufuhr von Fett nicht überleben.

Aber macht zu viel Fett nicht fett?

Tatsächlich konnte in der Forschung kein Zusammenhang zwischen Fettverzehr und Fettleibigkeit gefunden werden. Der schlechte Ruf von Fett resultiert wahrscheinlich daher, dass die Energiedichte (d.h. wie viele Kalorien in einem Gramm enthalten sind) doppelt so hoch ist wie die der Kohlenhydrate und Eiweiße und das Gewicht zugenommen wird wenn die Kalorienzufuhr höher ist als der Kalorienverbrauch (z.B. durch Bewegung).

Macht es nun Sinn auf Light-Produkte, die weniger Fett enthalten zurückzugreifen?  

Light-Produkte werben mit geringeren Kaloriengehalten z.B. durch geringeren Fettgehalt. Da Fett allerdings ein Geschmackträger ist, werden solche Produkte meist durch zahlreiche Geschmacksverstärker, Salz, Zucker oder ähnliches ersetzt um Geschmack (und Konsistenz) aufrecht zu erhalten.

Außerdem wurde in Studien (z.B. von der Uni Alberta, Kanada) herausgefunden, dass bei geringerem Fettgehalt meist eine viel größere Menge von dem Produkt gegessen wird, da der Sattmacher Fett fehlt – am Ende wird also von einem kalorienärmeren Produkt eine größere Menge verzehrt und somit mehr Kalorien aufgenommen als mit dem Original Produkt. Im Zweifelsfall lohnt sich also immer ein Blick auf die Zutatenliste.

Welche Fette sind besonders gesund?

Bei der Zufuhr von Fett ist vor allem die Zusammensetzung des Fettes (d.h. aus welchen Fettsäuren es besteht) wichtig. Essenzielle Fettsäuren finden sich vor allem in verschiedenen Ölen (Lein-, Distel-, Soja-, Sonnenblumen-, Rapsöl), in fetten Seefischen (wie etwa Hering oder Lachs), sowie Nüssen.

 

Ich hoffe dieser Post hat dir geholfen die missverstandenen Fette ein bisschen besser zu verstehen. Gern kannst du diesen Beitrag mit Freunden teilen und den Blog abonnieren!

Hast du Fragen in Sachen Ernährung? Schreibe mir doch gern, und vielleicht gibt es die Antwort schon im nächsten Beitrag!

 

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